May 07,2023

msg setzt als Microsoft Solutions Partner ein Zeichen im Markt

Als große Unternehmensgruppe setzte msg auf enge interne Vernetzung und Synergieeffekte, um im neuen Cloud Partner Programm durchzustarten

Wie stellt man eine international agierende Unternehmensgruppe mit über 10.000 Mitarbeitenden in 32 Ländern innerhalb von sechs Monaten darauf ein, anspruchsvolle Ziele zu erreichen? Vor dieser Aufgabe stand das IT- und Beratungsunternehmen msg, als Microsoft den Wechsel zum „Microsoft Cloud Partner Program“ (MCPP) veröffentlichte. msg realisierte die Vorgaben des neuen Programms in Rekordzeit und bietet Kunden damit weiterhin die Vorteile eines engen Microsoft-Partners. Das Erfolgsrezept für die schnelle Umsetzung: internes Zusammenwirken der verschiedenen und dezentral aufgestellten msg-Einheiten, eine enge Verzahnung über alle Einheiten hinweg und das systematische Schaffen und Nutzen von Synergien.

Trotz dezentraler Struktur ein zentrales Ziel erreichen

Das im Jahr 1980 gegründete Unternehmen bietet intelligente IT- und Branchenlösungen und gestaltet Transformationsprozesse end-to-end. Mit Beratungskompetenz, Technologie-Know-how und einer tiefen Branchenexpertise begleitet msg Unternehmen aus den Bereichen Automotive, Banking, Consumer Products, Food, Healthcare, Insurance, Life Science & Chemicals, Manufacturing, Public Sector, Telecommunications, Travel & Logistics sowie Utilities. Die Einheiten der msg-Gruppe sind dezentral organisiert, was viele Vorteile mit sich bringt, jedoch auch gewisse Herausforderungen birgt. Markus Kottwitz, Principal IT-Consultant und Microsoft Alliance Manager beim IT- und Beratungsunternehmen msg, musste sein Anliegen zentral in der Gruppe platzieren und erreichen, dass im föderalistischen System alle auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten. Zunächst galt es deshalb, die Details des neuen Programms vorzustellen und Überzeugungsarbeit zu leisten. Dies konnte Kottwitz im bereits bestehenden internen msg-Cloud-Netzwerk vornehmen und fand hier sogleich zahlreiche Unterstützer. „Alle bei uns haben schnell erkannt, dass wir uns gemeinsam mit Microsoft verändern sollten und sich dadurch für uns viele Chancen ergeben“, sagt er. Für Rückenwind sorgte außerdem die interne msg-Cloud-Strategie, durch die die Aufmerksamkeit und Motivation rund um das Thema Cloud in der Belegschaft bereits sehr hoch waren.

Erste Erfolge bereits nach zwei Monaten

Um die Anforderungen des neuen Programms möglichst effizient umzusetzen, entschied man sich, zunächst gezielt den Fokus auf die Branchen Banking und Insurance zu setzen. Beides sind Kernbranchen von msg, die auch für Microsoft aufgrund ihres hohen Cloud-Potenzials hochinteressant sind. Markus Kottwitz prüfte zunächst, wie msg hinsichtlich der einzelnen Anforderungen des Programms aufgestellt ist. Die Ausgangsbasis für die drei Azure-Kompetenzsäulen sowie für Modern Work und Security war gut: Sowohl im Bereich der technischen Expertise als auch bei relevanten vertrieblichen Aspekten, präsentierte msg ein überzeugendes Angebot. Doch es gab auch noch einiges zu tun auf dem Weg zur Requalifizierung als Microsoft-Partner. Hinsichtlich der kundenbezogenen Anforderungen war es wichtig, die Umsatzmetriken auch sichtbar zu machen, indem Neu- und Stammkunden in den einzelnen Einheiten nachvollziehbar verknüpft werden. Und auch der Bereich „Skilling“, also das Erreichen von Ausbildungszertifizierungen für die msg-Mitarbeitenden, war innerhalb weniger Monate zu bewerkstelligen. Hierfür bietet Microsoft mit seinem Schulungsangebot, der Enterprise Skilling Initative (ESI), für Partner allerdings eine kostengünstige Möglichkeit. Bereits nach zwei Monaten hatte msg genug Mitarbeitende geschult, um die ersten Solution Designations zu erreichen.

Nach nur sechs Monaten hat msg den Status als Solution Partner in fünf von sechs Designations (Azure Infrastructure, Azure Data & AI, Azure Digital & App Innovation, Modern Work und Security) erreicht. Zudem erlangte msg im Bereich Modern Work auch Advanced-Spezialisierungen. „Wir sind damit eines der ersten Unternehmen in Deutschland, das dieses Level erreicht hat“, betont Kottwitz. „Das hebt uns vom Markt ab.“ Dass msg dies so schnell umsetzen konnte, liegt am internen Teamgeist und den vielen engagierten Kolleginnen und Kollegen sowie einem starken Rückhalt durch den Vorstand. Alle Beteiligten seien offen an die Veränderungen herangegangen. Davon zeigt sich auch Ermin Licina, Partner Development Manager bei Microsoft, begeistert: „Dass die msg-Gruppe in den Bereichen Azure, Security und Modern Work die Ziele des neuen Microsoft Cloud Partner Programms erreichen würde, war für mich klar. Dass sie diese Ziele aber innerhalb von nur sechs Monaten erreicht haben, hat bei Microsoft nicht nur mich beeindruckt.“

Gemeinsam Marktpotenziale nutzen

Insgesamt verlief die Programmumstellung für msg also positiv. Allerdings sieht Kottwitz in Sachen Vorlaufzeit und Kommunikation noch Verbesserungspotenzial: Kleine Unternehmen bräuchten die Chance, die Mittel für die Investitionen erstmal zu erwirtschaften, große Unternehmen könnten wegen fest verplanter Budgets nicht so flexibel reagieren, so Kottwitz. „Ein Informationsfluss, der diese Punkte beachtet, ist für viele Partner generell wichtig.“

Die Anstrengungen haben sich aus msg-Sicht aber gelohnt: „Wir erhalten über die Designations jetzt bessere Lizenzen, mit denen wir unsere Lösungen und Dienstleistungen entwickeln können“, erklärt er. Gut sei auch die klare Struktur des neuen Programms. „Wir haben drei Ziele, auf die wir über drei Metriken hinarbeiten.“ Das mache die Steuerung einfacher. Auch die Fördermöglichkeiten seien jetzt transparenter. „Für uns ist das Cloud Partner Program ein absoluter Vorteil, weil wir damit unsere Kompetenzen zertifiziert nachweisen können. Unsere Kunden wissen also, dass wir nah am Hersteller arbeiten, dass wir ihn verstehen und dass wir dessen Technologie nach aktuellsten Vorgaben einsetzen“, betont Kottwitz.

Mittlerweile gibt es sogar schon 20 msg-Dienstleistungs- und drei msg-App-Angebote auf dem Azure-Marketplace. Weitere sollen bald hinzukommen, unter anderem auch das msg-Chat- und Voicebot-Angebot des KI-Assistenten Neo. „Wir wollen in Zukunft untereinander und mit Microsoft gemeinsam Pipelines aufbauen und eng zusammenarbeiten“, sagt Kottwitz. Markus Weigand, Account Technology Strategist bei Microsoft, ergänzt: „Vertrauensvoll zusammenarbeiten und gemeinsam neue Chancen angehen – das ist mit der msg-Gruppe möglich und macht sie zu einem so starken Partner für Microsoft.“

Auch für die weiteren Ziele von msg wirkt sich das Cloud Partner Program positiv aus: Designations und Spezialisierungen bauen nun sinnvoll aufeinander auf. Deshalb könne man 2023 weitere Spezialisierungen erreichen. Als nächstes möchte die Gruppe die sechste Designation – Business Applications – angehen. Dann wäre man Lösungspartner für die gesamte Microsoft Cloud. „Und das entspricht unserem Selbstverständnis als Wegbereiter in einer Welt voller Informationen“, sagt Kottwitz.

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